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Drabert - Ende einer Geschichte

Weitere 140 Menschen werden in Minden erwerbslos. Der schwedische Konzern Kinnarps AB macht 2014 die Produktionsstätte in Minden dicht, die einstmals als Drabert firmierte. Die Fertigung wird in die schwedischen Werke in Jönköping und Skillingaryd verlegt.

Drabert gehörte von 1994 bis 2009 zum Weltmarktführer Samas, der aber infolge der einsetzenden Finanz- und Wirtschaftskrise pleite ging. Damals bejubelte der Mindener Geschäftsführer, dass ein neuer „starker Gesellschafter“ (MT vom 7.6.2009) für Drabert gefunden wurde, der gewiss „keine Heuschrecke“ sei. Doch dieser schillernde Berliner Investor, der den Betrieb vermutlich äußerst preiswert aus der Konkursmasse erstanden hatte, verkaufte den Betrieb ganze zehn Wochen später an den schwedischen Familienkonzern Kinnarp AB. Von den damals noch 190 Beschäftigten blieben bis heute noch 140 übrig.

Kinnarp ist inzwischen zum größten europäischen Büromöbelhersteller aufgestiegen. Mit einem Umsatz von 476 Millionen Euro. Der Absatzmarkt dieses Konzerns liegt fast vollständig in Europa und die Branche ist sehr abhängig von der Konjunktur. Und die gesamtwirtschaftliche Verfassung in Europa ist schlecht. Da lautet dann das übliche betriebswirtschaftliche Rezept: die Personalkosten müssen runter. Menschen werden auf die Straße gesetzt, damit die Rendite wieder stimmt. Die Übernahme von Drabert sicherte Kinnarp die Marke, die Kunden und die Vertriebswege. Die sollen auch erhalten werden. Daher wird ein Entwicklungs- und Service-Center in Minden eingerichtet. Die Zahl dessen Mitarbeiter ist mit angegebenen zehn aber völlig zu vernachlässigen.

Der im Wahlkampf allzu häufig gehörte Spruch „Deutschland geht es gut“ und Deutschland sei „die Lokomotive für Europa“ ist mit keinen Zahlen zu belegen. Die wirtschaftliche Lage in Europa ist schlecht. Dank Merkels und Schäubles striktem Kurs auf „Einsparungen“, ihrem Diktat einschneidender Kürzungen der staatlichen Ausgaben. Das treibt viele europäische Länder immer mehr in die Spar- und Schuldenfalle hinein, verschärft die Krise und lässt Massenarbeitslosigkeit und Verelendung anwachsen.

Das Beispiel Drabert macht deutlich, dass diese Politik auf die Arbeitsplätze in Deutschland zurückschlägt.

Die Politik der Abwälzung der Krise auf die Schultern der Bevölkerung muss in unserem Land und europaweit auf unseren Widerstand stoßen.

Zunächst einmal gehört unsere Solidarität der IG Metall für das Ringen um einen Sozialplan für die Beschäftigten, der diesen Namen auch verdient.

DKP Minden, September 2013

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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